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Weitere Tätigkeiten

Drehbuchübersetzung
Das Drehbuch beinhaltet die Dialoge und ggf. Regieanweisungen. Die Übersetzung eines Drehbuchs kann für die Dreharbeiten oder einen Filmförderungsantrag erforderlich sein oder als Grundlage für andere Texte dienen.
 

Live-Untertitelung
Diese Art der audiovisuellen Übersetzung ist vergleichbar mit dem Dolmetschen. In der Regel werden hörgeschädigten Menschen damit Live-Übertragungen zugänglich gemacht, etwa  Nachrichtensendungen, Live-Shows, Sportsendungen oder Veranstaltungsstreams. Die Untertitel werden in Echtzeit erstellt und gesendet.

Es gibt verschiedene Methoden der Live-Untertitel-Erstellung. Entweder tippt die untertitelnde Person das Gesagte bzw. Gehörte an der Tastatur mit. Oder sie spricht es nach und diktiert den Text in ein Spracherkennungsprogramm. Diesen Prozess nennt man „Respeaking“. Der eingegebene bzw. ausgegebene Text wird nach Bedarf korrigiert und dann direkt in das Bildsignal eingespeist, sodass die Live-Sendung mit einigen Sekunden Zeitverzögerung untertitelt wird.
Andere Formen der Live-Untertitelung sind z. B. Zwischentitel-Übersetzungen von Stummfilmen oder Übertitel in Oper und fremdsprachigem Theater, bei der bereits vorproduzierte Untertitel live zugeschaltet werden.

Wie beim akustischen Dolmetschen wird auch bei der Live-Untertitelung oft in Teams von zwei oder mehr Menschen gearbeitet.
 

Live-Voiceover
Hier werden die transkribierten Texte eines Films vorab übersetzt, um sie anschließend von professionellen Sprecher*innen live einsprechen zu lassen, z. B. auf Filmfestivals.
 

Videospiel-Lokalisierung
Die Videospiel-Lokalisierung verbindet viele Bereiche und erfordert Kenntnisse im technischen Schreiben, in literarischer und lyrischer Übersetzung sowie klassischen Disziplinen der audiovisuellen Übersetzung wie Untertitelung und Übersetzung für Synchron. Neben Gewissenhaftigkeit und Genauigkeit wird hier Kreativität, Flexibilität und Vertrautheit mit Popkultur verlangt.


Schriftdolmetschen
Beim Schriftdolmetschen wird das gesprochene Wort einer Live- oder Online-Veranstaltung simultan für Hörgeschädigte schriftlich erfasst. Zudem muss sich die/der Schriftdolmetscher*in dabei auf die Anforderungen der Zielgruppe einstellen (Lese- oder Sprachkompetenz, Kompetenz Fachbegriffe etc.). Ggf. muss ein gesprochener Text simultan zusätzlich vereinfacht werden.
Schwerpunktmäßig werden drei Techniken genutzt:

  1. Konventionelle Methode: Die/der Schriftdolmetscher*in gibt den Text so schnell wie möglich über eine Tastatur ein. Eine evtl. Korrektur erfolgt während der Texteingabe.
  2. Sprachmethode: Die/der Schriftdolmetscher*in spricht den Text über eine Sprachsoftware ein (diese ist auf ihre/seine Stimme trainiert) und korrigiert gleichzeitig eventuelle Fehler.
  3. Künstliche Intelligenz (KI): Diese erfasst den Text automatisch (aktuell noch sehr korrekturbedürftig).

In Präsenzveranstaltungen kann der Text über einen Beamer auf einer Projektionsfläche bzw. auf dem Handy (Text kommt über das Internet) mitgelesen werden. In Online-Konferenzen wird der erstellte Text als Untertitel, in der Konferenz in einem separaten Fenster bzw. auf dem Handy/Tablet zur Verfügung gestellt.


Lektorat/Korrektorat
Die Anwendung des Vier-Augen-Prinzips ist ein wichtiger Schritt vor der Veröffentlichung eines jeden Textes, sei er übersetzt oder frei erstellt, und vom Aufwand her nicht zu unterschätzen. Neben Tippfehlern können sich bei audiovisuellen Bearbeitungen z. B. auch Verständnis- oder Hörfehler einschleichen.
Ein Lektorat beinhaltet auch die inhaltliche Prüfung mit Verbesserungs- oder (insbesondere bei Untertiteln) Kürzungsvorschlägen, während sich ein Korrektorat im Wesentlichen auf die Prüfung der Orthografie und Grammatik beschränkt.


Transkription
Eine Transkription ist die Übertragung der Dialoge eines Films in eine schriftliche Form. Die Transkription wird normalerweise von Muttersprachler*innen erstellt und z. B. als Vorlage für die Untertitelung verwendet.


Koordination von Projektteams
Unter dieser Aufgabe versteht der AVÜ eine separate Dienstleistung. Diese wird dem Kunden unabhängig von den Honoraren für die audiovisuellen Dienstleistungen direkt in Rechnung gestellt.
Es handelt sich hierbei um die Koordination eines Teams bei umfangreicheren Projekten, die z. B. Untertitelung in mehreren Sprachen, OmU- und BaFa-Untertitel oder ein barrierefreies Gesamtpaket beinhalten.


Sprecher*in
Sprecher*innen sind darin ausgebildet, ihre Stimmen anforderungsspezifisch einzusetzen, z.B. für Voiceover (im Studio oder live im Kino), Audiodeskription oder Synchronisation.


Sprachregie
Sprachregisseur*innen stellen bei Aufnahmen für Voiceover, Audiodeskription oder Synchronisation sicher, dass der gesprochene Text richtig interpretiert wird, sowohl inhaltlich als auch sprachlich. Mithilfe des Skripts überprüfen sie, dass keine Textstellen übersprungen werden, korrigieren ggf. falsche Betonungen und leiten die Sprecher*innen an, ihre Stimmen effektiv einzusetzen.


Ein Diskurs zur maschinellen Übersetzung

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